Friday, October 16, 2015

10 Bug-Jäger für Windows 10 (Deutsch)

10 Bug-Jäger für Windows 10


Wenn Windows 10 auf Millionen von Rechnern installiert wird, kommt es zwangsläufig zu Problemen. Wie Sie diese lösen und fehlerfrei auf Windows 10 umsteigen, lesen Sie hier.

Sofort nach dem Launch von Windows 10 erreichten die Redaktion Meldungen über Probleme, Fehler und Bugs zu dem Betriebssystem. Diese betrafen die Installation, die Hardware, die nach dem Upgrade nicht mehr funktionierte, und Software- Anwendungen, die fortan den Dienst versagten. Hinzu kommt dann noch der Ärger über die Datensammelleidenschaft von Windows 10. Für die 10 häufigsten Fehler haben wir Lösungen gefunden und stellen sie im Folgenden dar.


Treiber-Update und Neuinstallation von Anwendungen helfen meistens

Microsoft hat sich einen Großteil der Probleme selbst ans Bein gebunden, indem die Firma nach wie vor Abwärtskompatibilität für Soft- und Hardware bietet. Vorhandene Drucker, Grafikkarten und Monitore lassen sich deshalb genauso weiterverwenden wie fast alle Anwendungsprogramme. Das spart Ihnen viel Geld. Es bedeutet aber auch, dass mehr Treiber entwickelt und mehr Spezifikationen beachtet werden müssen. Bei einem Fehlstart finden Sie hier die Lösung für das Problem.


1.) Aktivierungsfehler in Windows 10

Wenn Windows 10 sich nicht aktivieren lässt, ist das ärgerlich. Wir zeigen Lösungen für häufige Update-Fehler.


Viele Anwender warten auf diese Windows-10-Nachricht. Doch was ist, wenn dann die Aktivierung nicht funktioniert?

  • Fehler-Codes 0xC004F061
    Der Fehler-Code 0xC004F061 bedeutet, dass Sie statt dem Windows-10-Upgrade eine Neuinstallation gemacht haben.
  • Fehler-Code 0xC004C008
    Der Code 0xC004C008 besagt, dass ein Lizenzschlüssel auf mehreren PCs aktiv ist oder aktiv war.
  • Hardware geändert
    Microsoft bindet OEM- oder sogenannte System-Builder- Lizenzen an die Hardware. Haben Sie vor dem Update noch Hardware ausgetauscht, kommen Sie in die Lage, Windows 10 mit einem quasi abgelaufenen Key aktivieren zu wollen. Helfen kann ein Anruf beim Microsoft-Support. Sie müssen den Key erst unter Windows 7 oder Windows 8.1 aktivieren. Dafür muss das entsprechende System natürlich wieder installiert sein (siehe Tipp 10). Die Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, vor dem Upgrade ein Backup per Systemimage anzulegen und den verwendeten Key auszulesen und abzuspeichern.

2.) Kaputte Installationsdateien

Bei einigen Nutzern wird das Gratis-Update auf Windows 10 mit dem Fehler-Code 80240020 beendet.

Upgrade-Dateien erneut herunterladen

Erscheint während des Downloads oder des Starts der Installationsroutine der Fehler-Code 80240020, ist etwas beim Download schiefgelaufen. Um ihn neu zu starten, müssen Sie die Dateien löschen und neu herunterladen. Die fehlerhaften Dateien finden Sie im Ordner C:\Windows\SoftwareDistribution\ Download. Darin löschen Sie alle Elemente. Rufen Sie dann die Eingabeaufforderung als Administrator auf (rechte Maustaste), und geben Sie folgenden Befehl ein: wuauclt.exe /updatenow
Windows 10 wird dann erneut als Update angeboten. Eine Alternative ist das Media Creation Tool: http://bit.ly/1LyLCHM.


3.) Datensammeln unterbinden

In die Kunden-Ausspionierer hat sich Microsoft neben Google, Apple und den vielen Smartphone-App-Herstellern eingereiht. Gratis-Tools unterbinden die Spionage.

Benutzerdefinierte Installation
Windows 10 sammelt Daten über den Nutzer und telefoniert nach Hause – zumindest in den Expresseinstellungen nach dem Windows-Set-up. Unerfahrene Nutzer oder solche, die es eilig haben, belassen die Standardeinstellungen des neuen Microsoft-Betriebssystems, müssen dann jedoch mit einem höheren Mangel an Privatsphäre rechnen. Verwenden Sie deshalb bei der Installation nicht die Option Express— Einstellungen verwenden, sondern klicken Sie auf Einstellungen anpassen links unten. Im nächsten Fenster lassen sich an vier Stellen Informationsweitergaben an Microsoft abschalten. Klicken Sie dazu auf die jeweiligen Schalterbutton.

Eine Einstellung, die Sie nicht ändern sollten. Die SmartScreen-Filter schützen Sie vor versteckter Malware. Um Werbung auszuschalten, führt Sie Microsoft auf eine externe Webseite.

Nachträgliche Sicherung Haben Sie die Expresseinstellungen schon verwendet, können Sie entweder mühsam die Einstellungen im System suchen oder auf kostenlose Tools zurückgreifen. Zum einen das O&O ShutUp10 (http://www.oo-software.com/de/shutup10) von O&O, zum anderen das kostenlose DoNotSpy10 von Software-Entwickler Jonas Zimmermann. Bei dem Tool sollten Sie jedoch das benutzerdefinierte Set-up auswählen und die Adware Open Candy von der Installation ausschließen. In den Tools steht eine große Liste zur Verfügung, in der Sie per Häkchen Optionen wählen, die für Sie nicht infrage kommen.


4.) Favoriten sind weg

Die Internetfavoriten sind ein wichtiges Hilfsmittel beim Surfen. Im Standardbrowser Edge von Windows 10 sind sie jedoch erst mal nicht da.

Zwei Browser von Microsoft
In Windows 10 gibt es von Microsoft zwei Internet Browser: den Internet Explorer und Microsoft Edge, der als Standardbrowser eingestellt ist. Beide Browser verwalten Ihre Favoriten getrennt, wobei der persönliche Favoritenordner im Benutzerverzeichnis (C:\Benutzer\\Favoriten) ausschließlich die Favoriten des Internet Explorers speichert, inklusive der IE-Favoriten vom alten Windows- System. Und wenn Sie Ihre Favoriten von einer alten Windows-Installation übernommen haben, sind dort sicherlich einige Favoriten, auf die Sie im Microsoft-Edge-Browser nicht verzichten wollen.

Favoriten in Edge importieren
Daran, dass niemand bei seinen Favoriten bei null anfangen will, hat auch Microsoft gedacht und dem Browser eine Option für den Import in Edge spendiert. Klicken Sie in der Menüleiste, die sich in der rechten oberen Ecke des Browserfensters unterhalb der Titelleiste befindet, auf das erste Symbol – Quickinfo Hub (Favoriten, Leseliste, Verlauf und Downloads). Es öffnet sich die Leiste, die in der Abbildung unten zu sehen ist. Klicken Sie hier auf Favoriten importieren. Aktivieren Sie anschließend das Kontrollkästchen neben Internet Explorer, und klicken Sie auf die Schaltfläche Importieren. Danach können Sie die importierten IE-Favoriten in Microsoft Edge nutzen.


5.) Software funktioniert nicht mehr

Leider funktioniert die Abwärtskompatibilität von Windows 10 nicht bei allen Anwendungsprogrammen. Dann müssen Sie alte oder neue Programme installieren.

Kompatibilität überprüfen
Microsoft hat eine Plattform eingerichtet, auf der Sie testen können, ob ein bestimmtes Programm auch unter Windows 10 noch läuft. Dort lassen sich auch eigene Erfahrungen eingeben. Das Software- Kompatibilitätscenter von Microsoft finden Sie auf folgender Webseite: http://tinyurl.com/p8q4gbz Tippen Sie einfach den Namen des Programms ein, und klicken Sie auf Suchen.

Alte Tools erneut oder neue installieren
Die Erfahrung zeigt: Aktuelle Tuning-Programme kommen mit Windows 10 schon klar. Ältere sollten Sie jedoch vor dem Windows-Upgrade aktualisieren. Gleiches gilt für Antiviren-Software. Im Multimediabereich berichteten Kollegen, dass manche Programme nach dem Upgrade nicht mehr da waren. Eine Neuinstallation des alten Programms hat dann geholfen. Apps aus dem Windows-Store sind ebenfalls eine Alternative. Top-Anwendungen aus allen Kategorien finden Sie im Windows-10-Vollausstattungs-Paket auf der Heft-DVD unter Top-Software/ Vollversionen/Windows Vollausstattung.


6.) Hardware funktioniert nicht mehr

Bevor Sie Ihren Rechner auf Windows 10 upgraden, sollten Sie schauen, ob auch die Hardware überhaupt Windows-10-fähig ist. Machen Sie ein Treiber-Update.

Spezifikationen studieren
Ärgerlich ist, wenn Windows 10 Ihre Hardware nicht so unterstützt, wie Sie das gerne hätten. Prüfen Sie das deshalb schon im Vorfeld. Die Spezifikationen von Windows 10 (http://bit.ly/1LpZh0n) geben dafür schon erste Hinweise. Auf der Hardware-Kompatiblitäts-Testseite können Sie außerdem Ihren Rechner überprüfen (http://bit.ly/1jJyfK7). Generell sollten Sie alle Treiber vor und nach dem Upgrade auf den neuesten Stand bringen.



Hohe CPU-Auslastung im Leerlauf
Auf manchen Windows-10-Rechnern kommt es im Leerlauf zu einer erhöhten CPU-Auslastung. Diese äußert sich in schneller drehenden Lüftern, die bei Laptops an der Akkuleistung nagen und auf PCs den Stromverbrauch erhöhen. Nutzer des Internetportals Reddit haben als Verantwortlichen die Tipps für Windows 10 ausgemacht. Entsprechend lautet die Lösung, diese Tipps zu deaktivieren. Gehen Sie dafür in System/Benachrichtigungen und Aktionen, und schalten Sie die Funktion Tipps zu Windows anzeigen aus. Das Problem liegt eigentlich – nach einem Blick in den Taskmanager – am Prozess Runtime Broker (RuntimeBroker. exe), den viele Apps benötigen.


7.) Edge zeigt nur weiße PDF-Seiten an

In Windows 10 ist für die Anzeige von PDF-Dokumenten standardmäßig Microsoft Edge zuständig. Je nach Vorkon guration zeigt er nur weiße Seiten an.

PDF-Reader nachinstallieren
In Windows 8 machte der von Microsoft installierte PDF-Reader nach sechs Dateien schlapp und zeigte dann nur noch neue PDF-Dokumente an, wenn vorher ältere geschlossen wurden. In Windows 10 löst Microsoft Edge den Reader als Standardprogramm für PDFs ab, leistet auf manchen Rechnern aber sogar weniger. Installieren Sie einen eigenen PDF-Reader nach. Auf der Heft-DVD finden Sie dazu etwa den Adobe Reader unter Top-Software/Toolpakete/SystemEssentials.


8.) Ohne Worte

Nach dem Upgrade auf Windows 10 verweigert das Betriebssystem den Zugriff auf Office-Dokumente.

Schutzmodus für Office-Dokumente
Auf manchen Rechnern lassen sich Dateien von Word, Excel und Powerpoint 2013, die unter Windows 7 erzeugt wurden, nach dem Windows- 10-Update nicht öffnen. Microsoft (KB3086786) hat als Übeltäter dafür den geschützten Modus (Protected Mode) ausgemacht. Dieser verhindert im Normalfall eine Bearbeitung von Dateien aus potenziell nicht vertrauenswürdigen Quellen. Microsoft empfiehlt, die Ordner-Berechtigungen zu korrigieren. Öffnen Sie die Kommandozeile als Administrator (Eingabeaufforderung mit Kontextmenü), und fügen Sie diesen Befehl ein:
icacls „%programfiles%\Microsoft Office 15“ /grant *S-1-15-2-1:(OI) (CI)RX
Alternativ soll eine Online-Reparatur von Office helfen. Öffnen Sie dafür die Systemsteuerung/Programme dein stallieren bzw. Programme und Features, wählen Sie den Office-Eintrag aus und klicken Sie auf Ändern. Wählen Sie anschließend Online-Reparatur Anwender müssen sich bei Windows 10 um aus, und klicken Sie auf Reparieren.


9.) Wo spielt die Musik?

Um Kosten für Codecs zu sparen, hat Microsoft das Windows Media Center nicht mehr in Windows 10 eingebaut.

Media-Player nachrüsten
Das Windows Media Center ist in den Standard-Editionen von Windows 10 nicht mehr enthalten. Installieren Sie einen eigenen Player nach. Mediacenter-Alternativen sind etwa Plex und Kodi. Zum Abspielen hat sich der VLC Media Player bewährt. Alle drei Programme finden Sie auf der Heft-DVD. Wählen Sie jeweils die benutzerdefinierte Installation.


10.) Der Downgrade, falls gar nichts mehr geht

Wir zeigen, wie das Lizenz-Downgrade von Windows 10 zurück auf Windows 7 oder Windows 8.1 nach dem Gratis-Update funktioniert.

Voraussetzungen für den Downgrade
Wenn Ihnen Windows 10 nicht gefällt, dann können Sie in den ersten 30 Tagen nach der Installation zu Ihrem alten Windows 7 oder 8.1 zurückkehren. Zu den wichtigsten Gründen dafür dürften wohl nicht mehr funktionierende Hard- und Software zählen. Mit der Downgrade- Funktion kehren Sie zum zuvor installierten Windows zurück. Das funktioniert jedoch nur, wenn Sie das bei der Installation von Windows 10 automatisch angelegte Backup (C:\Windows.old) nicht bereits gelöscht haben. Wenn Sie sich bei Ihrem alten Windows mit einem lokalen Benutzerkonto angemeldet haben, das per Passwort geschützt war, benötigen Sie außerdem dieses Passwort.

Windows 10 - Updates und Sicherheit
Probleme mit Anwendungsprogrammen

Prinzipiell stellt das Downgrade einen schweren Eingriff in das System dar. Sie sollten deshalb vorher Ihre Daten sichern. Das Downgrade bereitet Windows selbst wenige Probleme. Aber die installierten Programme haben zuweilen damit zu kämpfen. Insbesondere Software, die erst unter Windows 10 installiert wurde, läuft nach dem Downgrade oft nicht mehr. Aber auch beim Upgrade übernommene Programme müssen nach einem Downgrade häufig repariert oder neu installiert werden. Auf dem Desktop sorgt das Downgrade häufig für Unordnung, weil Desktop-Symbole und Verknüpfungen nicht mehr funktionieren. Beim Downgrade des Gratis-Upgrades von Microsoft wird der alte Produktschlüssel beim Upgrade deaktiviert und beim Downgrade wieder aktiviert. Deshalb müssen Sie Ihr System auf jeden Fall zunächst über die offizielle Funktion downgraden. Gibt es danach Probleme, können Sie anschließend immer noch Ihr altes Backup zurückspielen.



By Tim Kaufmann und Tom Rathert

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