Friday, May 6, 2016

Paragon - review ( Deutsch )



Wir haben die Alpha-Version von Paragon gespielt. Ob das neue MOBA besser wird als League of Legends und Dota 2, verraten wir euch in dieser Vorschau.

Anfang Februar lud die Spieleschmiede Epic Games zum Alpha-Test von Paragon. Das ließen wir uns nicht zwei Mal sagen und düsten nach London, um dort das brandneue MOBA anzuspielen. Epic Games kennt man bisher vor allem für die Shooter-Serien Gears of War und Unreal. Hier sind also Profis am Werk und machen ihr erstes MOBA, das im Sommer 2016 in die Betaphase auf PC und Playstation 4 gehen soll. Wir: „Moment mal, ist das nicht so etwas wie League of Legends, Dota und Smite? Da braucht es doch nicht wirklich noch eines von.“ Doch, braucht es!


Altbekanntes und vertrautes Spielprinzip
Paragon - Screenshot

Paragon spielt zwar in der Third-Person-Perspektive, bleibt aber zunächst den MOBA-Wurzeln treu: Ihr spielt mit vier anderen Mitspielern gegen ein feindliches Fünfer-Team. Vor der Partie wählt ihr euren Helden aus. Dieser hat eine passive, drei normale und eine besonders starke ultimative Fähigkeit. Nun kommt jedoch die für ein MOBA ungewohnte Perspektive ins Spiel: Euren Helden steuert ihr auf dem PC per WASD-Tasten. Per SPACETaste kann er sogar springen, was zwar Laune macht, aber noch nicht wirklich viel bringt. Kommt es zum Kampf, greift euer Held Feinde nicht automatisch an. Jede Attacke muss gezielt per Fadenkreuz gelandet werden. Eine fünfte Fähigkeit ist bei jedem Helden deshalb der Standardangriff auf der linken Maustaste. Ob der als Schuss oder Nahkampfschwung ausgeführt wird, unterscheidet sich von Held zu Held. „Das klingt irgendwie nach Smite!“ Richtig, Paragon spielt sich recht ähnlich wie der beliebte Götterprügler von den Hi-Rez-Studios. Um zu gewinnen, muss euer Team auch hier Minions auf drei Bahnen erledigen und erst Türme, dann Inhibitoren (stärkere Türme) und zuletzt einen Core in der Mitte der feindlichen Basis zerstören. Habt ihr einen Inhibitor bezwungen, entstehen mächtige Superminions auf der Bahn und helfen euch beim Kampf. Ein zerstörter Inhibitor kehrt jedoch nach einer Weile zurück und erlaubt solch unglaublich spektakuläre Comebacks im Spiel.


Sammelkarten statt Ausrüstung

Bisher könnte man meinen, Epic Games würden für Paragon nur auf vertraute Features setzen. Doch gerade das Ausrüstungssystem bringt neue Ideen: Teleportiert ihr euch während einer Partie in die eigene Basis zurück, könnt ihr für erhaltene Aufwertpunkte Ausrüstung kaufen, die euren Helden stärker macht. Die Auswahl ist jedoch nicht für alle Spieler gleich: Ihr könnt in der Par tie nur ausrüsten, was ihr vor der Partie in einem 40-Karten-Deck zusammengestellt habt.

Paragon - Screenshot

Diese Karten kommen in unterschiedlichen Seltenheitsstufen, was an Sammelkartenspiele erinnert. „Moment mal, das klingt nach Pay-to- Win!“ Nein, denn die Kartenpacks mit zufälligem Inhalt erspielt ihr nur in Paragon selbst. Eine Kaufoption für Echtgeld wird es laut den Entwicklern nicht geben. Die Karten haben noch eine zusätzliche Funktion: Statt fertiger Ausrüstung kauft ihr Gegenstände mit Aufwert-Slots, in die ihr dann während des Spiels Aufwertkarten einsetzt, etwa mit Boni auf Zauberschaden, Angriff, Lebenspunkte oder Mana. So bastelt ihr genau den Gegenstand, den ihr gerade für eure Spielsituation braucht. Vorausgesetzt, ihr habt die richtigen Karten eingepackt. Sind alle drei Aufwert-Slots besetzt, schalten viele Gegenstände zusätzlich besondere Effekte frei. Die Idee dahinter: Anfänger werden durch die eingeschränkte Kartenwahl nicht überfordert, Profis haben eine riesige Auswahl zum Basteln des perfekten Decks.


Megasound und Edelgrafik

Aktuell ist in Paragon nur eine Karte mit 12 Helden bespielbar. Im Vergleich mit anderen MOBAS ist das recht wenig. Doch in Bewegung macht das Spiel trotzdem richtig Laune: Der eigentliche Pluspunkt von Paragon ist nämlich die Präsentation. Da rumst und blitzt es wie im Kino, wenn Helden ihre Fähigkeiten abfeuern: Der Held Gideon etwa beschwört ein Portal über seinen Feinden, aus dem ein riesiger Meteor fällt und am Boden zerbricht. Der Artilleriehase Howizer springt selbst in die Luft und bombardiert mehrere Sekunden lang Feinde unter sich mit Explosionen, nur um mit einem Krachen wieder aufzukommen. Ein solches Zusammenspiel von starkem Sound und neuester Unreal-Grafik gibt es im MOBA-Bereich bisher so noch nicht. Dazu sind alle Charaktermodelle sehr detailliert und gut animiert. Um bei Paragon auf eure Kosten zu kommen, müsst ihr natürlich auch einen leistungsfähigen Rechner daheim haben. Eine Minimalkonfiguration wollten uns die Entwickler aber noch nicht verraten. Die Unreal-Grafik läuft zwar auch auf schwächeren PCs, dann aber mit starken Grafikeinbußen. Bereits die Playstation 4-Version sah optisch schwächer aus als Paragon auf den Test-Rechnern.

Paragon - Announce Trailer | PS4


Das macht Paragon anders

Das Spiel unterscheidet sich in einigen Details von der MOBA-Konkurrenz. Vor allem die Karte unterscheidet sich deutlich. So warten im Dschungel zwischen den Bahnen gleich vier mächtige Monster mit Stärkungseffekten. Das sorgt in der Praxis für mehr Anspruch beim Teamspiel und bei der Überwachung mit Wächteraugen. Dafür gibt es keine Verstecke am Rand einer Bahn, wie man sie etwa aus League of Legends kennt. Ihr könnt eure Feinde also jederzeit sehen.

Paragon - Screenshot

Euer Fadenkreuz verändert sich sogar, wenn ihr sie treffen könntet. Das Gelände um die Bahnen existiert dabei auf mehreren Höhenebenen. So können Fernkämpfer etwa Nahkämpfer von oben beharken. Diese müssen dann einen Umweg machen, um zu euch zu gelangen. Das sorgt für neue taktische Möglichkeiten bei Hinterhalten und Überfällen. Im Dschungel finden sich dazu größere Unsichtbarkeitszonen, in denen sich Helden verstecken oder Verfolger abschütteln können. Optisch schön: Da die eigene Basis deutlich höher als die Mitte der Karte liegt, könnt ihr bereits vom Startpunkt aus viele Gefechte in der Ferne erkennen. Um schneller zurück ins Spiel zu gelangen, haben die Helden übrigens einen speziellen Rennen-Modus, solange sie keinen Schaden erleiden. Ob diese Details bei den Spielern ankommen und wie sie Paragon prägen, muss aber erst die Beta zeigen. Dabei kommunizieren die Entwickler sehr offen und hören genau auf Feedback: Was neu programmiert wird, erhalten die Testspieler bereits wenige Tage später als neues Build.


Fazit

Aktuell ist Paragon sehr gut spielbar und machte uns beim Anspielen mächtig Spaß. Das liegt vor allem an der edlen Grafik und bombastischen Soundkulisse. So etwas haben wir in diesem Genre noch nicht erlebt. Dabei spielt sich Paragon zwar vertraut wie ein klassisches MOBA, samt Last Hitting und Turmverteidigung, wirkt aber wie ein Shooter mit Bombast-Grafik. Wenig Infos gab es leider über die Spielwelt „Agora“ und warum hier Magie auf Science-Fiction trifft – aber das warum ist den meisten MOBA-Fans eh egal. Epic Games erfindet mit Paragon das Genre nicht neu, doch wir trauen den Entwicklern zu, mit 20 Jahren Erfahrung und einer der besten Grafikengines auf dem Markt Paragon zum Erfolg zu führen und einige Spieler von League of Legends oder Dota 2 zu gewinnen. Bereits jetzt gibt es eine fleißige Fanbasis mit Wikis. So muss das!



By Dirk Walbrühl

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1 comments:

Christopher Wade on December 12, 2016 at 1:12 AM said...

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